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Blasius Trogmann

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Kompanie

Geschichte


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Als Tiroler Schützen bezeichnen sich spezielle traditionelle Schützenvereinigungen in Tirol, sogenannte Kompanien.

Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. In Tirol gab es bereits im 13. Jahrhundert eine Ständevertretung, in der nicht nur Adel und Geistlichkeit, sondern auch Bürger und Bauern vertreten waren. Sie hatten an der Regierung des Landes Anteil.

Dazu kam noch eines: es herrschte Waffenfreiheit. Doch wo Recht ist, erwächst auch Pflicht: Mit dem Recht der politischen Mitbestimmung übernahm die Bevölkerung die Pflicht, die Heimat und das Land zu schützen und zu verteidigen.

Im Jahre 1323 legte der Landtag in der ältesten deutschsprachigen ständischen Verfassung die Landesverteidigung so fest, dass im Notfall alle wehrhaften (tauglichen) Männer aufgeboten werden konnten. Herzog Friedrich IV. schuf 1416 eine neue Wehrordnung für Tirol, durch die der Adel seine Vorherrschaft verlor.

Das Hauptgewicht trugen die Bürger und Bauern. Das Wesentlichste aber war, dass die Tiroler nur zur Verteidigung ihres eigenen Landes aufgeboten werden konnten.

Die Tiroler Schützen als Schützenvereinigung ab 1919


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Mit Ende des Ersten Weltkrieges ging mit dem Untergang der Monarchie die Aufgabe der Schützen für die Landesverteidigung in Tirol zu Ende. Die Tiroler Schützen blieben aber als nichtstaatliche Schützenvereinigungen bestehen. Im von Italien annektierten Südtirol kam es 1922 zum Verbot der Schützenkompanien.

Nach 1946 kam es zum Wiedererstehen der Südtiroler Schützenkompanien – bzw. des Südtiroler Schützenbunds (SSB) seit 1958. Nach dem aufflammenden Kampf um die Autonomie Südtirols im Jahre 1961 kam es durch ein staatliches Verbot zum fast vollständigen Erliegen der Tätigkeit des SSB. 1968 konnte der SSB seine Tätigkeit mit 72 Schützenkompanien wieder aufnehmen.

Seit 2000 dürfen die Südtiroler Schützen auch wieder mit historischen Waffen ausrücken. Insgesamt gehören 140 Schützenkompanien und 3 Schützenkapellen mit 5.128 Mitgliedern in 7 Schützenbezirken dem Südtiroler Schützenbund an.

Die Tiroler Schützenkompanien verstehen sich heute hauptsächlich als Vereinigung zur Traditionspflege, der Vermittlung von Werten und der (geistigen) Verteidigung der Tiroler Landesinteressen, wobei dabei eine eher konservative Position eingenommen wird.

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