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Blasius Trogmann

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Tracht

Die Tracht


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„Tracht“ kommt von „tragen“ und meint damit alles, was getragen wird: die Kleidung und die dazugehörige Aufmachung, wie sie von einer Gesellschaft vorgeschrieben wird. Ursprünglich kennzeichnete die Tracht den sozialen Rang (=Standestracht), die Zugehörigkeit zu einer Berufsgruppe (=Berufstracht) oder einer Nationalität. Eine Tracht zu tragen ist Brauch, ist ein äußerliches Zeichen einer traditions- und heimatgebundenen Lebenshaltung. Die Tracht ist Ausdruck und Bekenntnis zu einer Gemeinschaft. Sie hat aus dem alten „Gwand“ entwickelt. Die Tracht ist also ein Signal, ein Symbol für die Stellung eines Menschen innerhalb einer Gemeinschaft. Die Tracht ist ein für Dauer bestimmtes Gewand. Wenn sie auch als Ganzes nicht billig kommt, ist ihre Anschaffung doch preiswert, da sie jahrelang sowohl zum praktischen Tragen als auch der Form nach ihren Wert behält. Außerdem kann sie nach und nach durch die Anschaffung einzelner Stücke ergänzt und bereichert werden. Eine Tracht muss mit Stolz und Selbstbewusstsein getragen werden. Das signalisiert, dass der Mensch, der in dieser Tracht steckt, zu dem steht, was er denkt, sagt und nach außen hin zeigt.

Wolle Hemat

wird aus bräunlich schwarzem Loden verfertigt. Der Rumpfoberteil hat drei Schnitte. Die Schöße bestehen aus vier Teilen, die am Rumpfstück festgenäht sind und frei herabhängen. Die Ärmel reichen bis zu den Handgelenken, wo sie fünf Zentimeter lang geschlitzt sind. Das Hemat ist kragenlos, aber der Halsausschnitt ist stark abgenäht. Vorn ist an beiden Seiten ein handbreiter zinnoberroter Aufschlag. Derselbe verläuft in einer schwungvollen Linie vom Halsausschnitt bis zu den Schößen hinab. Der Rumpfteil dieses Rockes ist innen mit einem leichten roten Wollentuch gefüttert, und links und rechts sind in dieser Fütterung breite, aber nicht sehr tiefe Taschen. Das Hemat hat vorne keine Verschließmöglichkeit, sodass die Brust nicht davon bedeckt wird.

Pfoat

ist aus weißem Leinen und sehr weit geschnitten, sodass es eine große Bewegungsfreiheit bietet. Besonders die Ärmel sind weit und bauschig und an den Achseln und am Handgelenk sehr stark gefältelt (eingekreppt). Auch der Halsausschnitt ist gefältelt und mit einem zwei Zentimeter breiten Band eingefasst. Je ein kleines Messinghaftel verschließt beide Ärmel und den Halsbund. Der umlegbare Kragen ist mit Kreuzelstich an Rand und Ecken verziert.

Leibl

besteht aus rotem Wollstoff und langt verhältnismäßig tief an den Körper herab, weil Hose und Hosenheber darüber hinaufgezogen wird. Auch der Halsausschnitt ist hoch geschlossen und vorn herunter sind eine Reihe Knöpfe von mannigfacher Art. Sie sind nicht größer als einen Zentimeter im Durchmesser. Es gibt Knöpfe in Messing zierlich gestanzt, in Messingblech gefasste Glasknöpfe, die auf rotem oder grünem Grund Edelweißblumen zeigen und andere.

Heber

besteht aus zwei über die Schulter laufenden Längsstreifen, die vorn und hinten durch kurze Sättel verbunden sind. Außerdem ist vorne ein spitziges Stoffdreieck als Mittelstück eingesetzt, das mit einem an der vorderen Hosenmitte fest gemachten Band verhängt wird, während vorn und hinten an der Hose je zwei Messinghaften das einfache Festhaken der Längsstreifen des Hosenträgers ermöglichen. Die reichlich bemusterten grünen Tuchstreifen des „Hosenhebers“ sind mit starkem Leinen gefüttert und haben eine Breite von fünf oder sechs Zentimetern, dabei sind die Öffnungen, die zum Einhängen an den Hosenhaften gehören, mit Irchleder verstärkt.

Housn

Die Kniehosen sind aus gegerbtem Leder oder aus starkem brettartigem Loden gefertigt. Winterhosen sind mit Loden, Sommerhosen mit Leinentuch unterfüttert. An den Beinen liegt die Hose eher etwas eng an, obwohl die Knieteile „schlottern“ sollen. Die Vorderseite der Hosenschlotter langen etwas weiter herab, dass die bloßen Knie verdeckt sind, wenn ihr Träger aufrecht steht. Vorn an der Hose sind zwei Säcke (Taschen), die mit je einem Knopf verschlossen werden, und an den Außenseiten öffnen sich in gut Handbreit die Schlitze der so genannten Schlitzsäcke zur Aufnahme eines Messers oder anderen Besteckes. An beiden Außenseiten der Hosenschlottern führen dünne rote Schnüre von den Enden herauf bis zum Hosenbund. An der Innenseite des Knieteils ist ein sechs Zentimeter langer Schlitz, der am unteren Ende mit einem irchenen Band verbunden ist.

Stutzen

sind in der Regel aus weißer Schafwolle gestrickt. Für die Sommermonate hat man auch Baumwollstrümpfe mit schöner Musterung an der Außenseite der Waden. Blaue Strümpfe sind zu besonderen feierlichen Anlässen üblich.

Strumpfbänder

Die Strümpfe werden unterhalb der Knie festgebunden, jedoch so, dass über dem Band noch ein Strumpfrand von einem Zentimeter bleibt. Der dient einem besseren Halt. Die Strumpfbänder sind aus gewirkter Seide und von violett-bräunlicher Farbe. Das zwei Zentimeter breite Band ist so lang, dass es dreimal um Strumpf und Bein gewickelt werden kann. Der „Schloass“ (die Schleife) des umgewickelten Strumpfbandes wird an der Außenseite des Beines gemacht.

Schuech

Seit gut hundert Jahren ist ein anderer Schuh in Gebrauch gekommen, dessen Sohle einen ziemlich hohen, nach unten hin schmäler verlaufenden Absatz hat. Der Ausschnitt des Schuhoberteils reicht nur am Knöchel tief herab, sodass er ihn völlig frei lässt. Dieser Ausschnitt des Schuhoberteils und der offene Schlitz, der bis zum Rist hinausreicht, ist mit einem schwarzen Samtband berandet. Zum Zubinden dienen schwarze Schuhbänder, die etwas über Normallänge haben, weil die Öffnungen hiefür eng nebeneinander sind. Rückwärts an der Ferse ist je eine Blumenverzierung in Federkielstickerei angebracht.

Bind

bedeckt den obersten Teil der Hose und einen Teil des Leibls. Sie besteht aus starkem braunen Leder, ist 15 bis 18 Zentimeter breit und mit einer schön getriebenen Messingschnalle versehen. Das kleinere Ende der Bind hat eine Reihe kleiner Löcher, in denen je nach Bedarf die Schließe festgemacht werden kann. Die Oberfläche der Bind ist mit Federkielstickerei geziert, wobei die verschiedensten Muster in Anwendung kommen, wie Blumen, Vasen, Adler, Jahrzahlen, Namen u. andere. Zu erwähnen ist, dass der Burggräfler zum Unterschied vom Passeirer die Bind so anhat, dass die Schnalle (Schließen) nach rückwärts zu sitzen kommt.

Halsflor

ist ein feines Gewebe aus Seide von schwarzer Farbe, die ein wenig ins Bräunliche geht. Sie ist 20 bis 30 Zentimeter breit und beinahe zwei Meter lang. Sie wird zweimal um den Hals gelegt und vorne zu einer losen Schlinge gewunden. Beide Enden werden unter dem Hosenträger durchgezogen und in die Achselöffnung des Leibls gesteckt.

Huet

Der heutige Burggräflerhut, der auch zum „Langbäurischen“ getragen wird, ist seit ungefähr 1860 gebräuchlich und wird aus schwarzem, oder dunkelgrünem Filz hergestellt. Als Standesunterschied haben ledige Männer rote Schnüre, verheiratete hingegen grüne Schnüre am Hut. Musikkapellen und Schützenformationen, welche diesen Hut tragen, haben einheitlich rote Schnüre als Hutschmuck.

Huetschmuck

Als vor langer Zeit das Volk von Tirol sich seine Freiheit wünschte und nach jahrhundertelanger Vorbereitung und hartem Kampf diese auch durchsetzte, nahm man den Adler als ungekrönten Herrscher der Lüfte und der Freiheit als Vorbild. Die Adlerfeder auf dem Hut symbolisiert besonderen Mut und Draufgängertum. Heute werden beinahe ausnahmslos nur noch Hahnenfedern verwendet.

Bei Aufmärschen erfolgt nach alter Tradition folgender Hutschmuck:

  • Begräbnissen: Tannenreisig
  • Ehrenkompanien und Prozessionen: Eichenlaub
  • verschiedenen anderen Anlässen: Blumenschmuck, "Brennetliab" oder "Ewigkeitl"

Grundsätzlich sei jedoch angeführt, dass es keine Einheitlichkeit gibt, denn fast jede Kompanie hat ihre bestimmten Eigenheiten.

Auszeichnungen

Auszeichnungen, die Schützen vom Land Tirol, vom Südtiroler Schützenbund, vom Bund der Tiroler Schützenkompanien, vom Welschtiroler Schützenbund oder vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien erhalten, sind nicht genehmigungspflichtig. Ebenso verhält es sich mit Auszeichnungen der Republik Österreich, Auszeichnungen der Bundesrepublik Deutschland und Auszeichnungen, welche die jeweiligen Schützen im Rahmen eines militärischen Einsatzes erhalten haben. Kriegsauszeichnungen aus dem Zweiten Weltkrieg dürfen nur in der entnazifizierten Form getragen werden. Nicht genehmigungspflichtig sind auch das Österreichische und Deutsche Sportbundabzeichen sowie Auszeichnungen des Schwarzen Kreuzes bzw. der jeweiligen offiziellen Kriegsgräberfürsorgestellen der Staaten.

Bei Langjährigkeits- und Verdienstmedaillen darf immer nur der metallhöhere Orden selbiger Organisation und Kategorie getragen werden. Das Tragen aller anderen Auszeichnungen muss von der Bundesleitung genehmigt werden.

Träger der Verdienstmedaillen in Gold, Silber und Bronze können nur aktive Mitglieder und Ehrenmitglieder der Südtiroler Schützenkompanien und kapellen sein, die sich um das Tiroler Schützenwesen, die Tiroler Landeseinheit und um die Ziele des Südtiroler Schützenbundes verdient gemacht haben. In Ausnahmefällen können oben genannte Auszeichnungen auch an Mitglieder der anderen in der Alpenregion zusammengefassten Bünde verliehen werden

 

Peter Sigmair Medaille für 15 jährige Mitgliedschaft

Peter Mayr Medaille für 25 jährige Mitgliedschaft

Andreas-Hofer Langjährigkeitsmedaille für 40 Jahr Mitgliedschaft

 

Empfehlung für das Tragen und Anordnung von Verd.Medaillen und Abzeichen am Schützenrock

  • Auf der linken Seite des Schützenrockes.
  • Saubere Anordnung der Verdienstmedaillen - waagrecht in einer Reihe
  • Mehrere Medaillen mit Dreiecksband mit Messingschiene am Schützenrock auf der linken Brusthöhe befestigen.
  • Die Höchste Auszeichnung/Medaille von vorne gesehen
  • Die weiteren Dreiecksbänder maximal bis zur Mitte der Medaille überlappen
  • Bei mehreren Langj. -bzw. Verdienstmedaillen soll nur die ranghöchste Auszeichnung getragen werden.
  • Ein Schießleistungsabzeichen kann getragen werden.
  • Am Tag der Veranstaltung kann das betreffende Festabzeichen getragen werden. Alle anderen Abzeichen jeder Art sind auf Schützentrachten unzulässig

 

 

Schützenschnur

Die Schützenschnur darf nur zur Tracht, einheitlich an der linken Brustseite getragen werden.

Die Schützenschnur ist jährlich auf eine einmalige 15er-Serie beschränkt und darf nur von aktiven Marketenderinnen und Schützen geschossen werden, die das 16. Lebensjahr erreicht haben. Sie ist bei Aushändigung vom Schützen sofort zu bezahlen.

Für den Erwerb der Schützenschnur ist das Schießergebnis aus einer der drei 5er oder der 15er-Serie zu werten (siehe Tabelle unten). Die Schützenschnurserie ist unter Aufsicht – ausschließlich in Tracht und mit KK – zu schießen und darf nicht unterbrochen werden.

Anbringung:

Die große Schlaufe Ein Einem Knopf (bei Grüner und Silber-Silberknopf, bei Gold – Goldknopf). Auf der linken Schulter befestigen, Langes Ende der Schnur Auf ungefähr halber Höhe Auf der Innenseite des Schützenrockes befestigen.

Die Schützenschnur ist in drei Leistungsstufen geteilt

  • Schützenschnur gold
  • Schützenschnur silber
  • Schützenschnur grün


Ringzahlen für die Schützenschnur

GrünSilberGold
Serie5er15er5er15er5er15er
Jungschützen stehend frei2260288034100
Schützen stehend frei2870339038110
Vereranen liegend/stehend aufgelegt 381084112044130
GrünSilberGold
Serie5er15er5er15er5er15er
Jungschützen liegend frei361053911542125
Schützen liegend frei381104112044129
Vereranen liegend/stehend aufgelegt381084112044130
0
Wiedergründung
0
Marketenderin
0
aktive Mitglieder
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