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Blasius Trogmann

Die Männertracht

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Die Burggräfler Tracht wird heute an Sonntagen, vor allem an hohen Festtagen, bei Umgängen, kirchlichen Ehrendiensten, gelegentlich bei Hochzeiten, Erstkommunion  und Firmung, bei Dorf- und Landesfeiern, kurzum bei besonders festlichen Anlässen getragen.

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Musikkapellen, Schützenkompanien und Volkstanzgruppen treten in Tracht auf. Ansonsten ist leider aber auch die Burggräfler Tracht aus dem Alltagsbild der Stadt Meran und der umliegenden Dörfern verschwunden. Wichtig ist, dass die Tracht richtig angezogen wird, gut sitzt und dass auch auf einzelne Details sorgfältig geachtet wird.

Sie ist in ihren wesentlichen Teilen an feste Traditionen und gemeinsame Regeln gebunden. Diese Tracht, die in einer langen Entwicklung zwischen 1750 und 1830 herum in dieser Form entstanden ist, soll kurz beschrieben werden.

Die Tracht ist Ausdruck jahrhundertealter Entwicklung des bäuerlichen Gewandes, sie ist gleichzeitig auch Bekenntnis zu einer ortrs- und talschaftsbezogenen Gemeinschaft.

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Das Kurzbäurische

Huat

Der breitkrempige alte Burggräflerhut ist aus starkem grünem oder schwarzen Filz und hat einen niederen rundlichen Gupf, der sich ziemlich genau der Kopfform anpasst. Die kreisrunden Flügel (Krempen) sind ungeheuer breit, der ganze Hut erreicht einen Durchmesser von 50 bis 60 Zentimeter. Der untere Flügelrand ist mit einem 10 Zentimeter breiten hellgrünen Seidenband eingefasst und einzelne rote, grüne und auch goldenen Schnüre zierten diesen schönen Hut. Die Schützen haben manchmal die Flügel der rechten Hutseite aufgekrempt und mit einem Buschen geziert. Das hatte seinen Grund darin, weil ihnen beim Tragen des Gewehrs bzw. beim Zielen die weite frei schwebende Krempe im Wege stand. Als Standesunterschied tragen ledige Männer einen grünen Hut, verheiratete hingegen einen schwarzen Hut. Musikkapellen und Schützenformationen, welche diesen Hut tragen, haben einheitlich den grünen Hut.

Halsflor

Das Halsflor ist ein feines Gewebe aus Seide von schwarzer Farbe, die ein wenig ins Bräunliche geht. Sie ist 20 bis 30 Zentimeter breit und beinahe zwei Meter lang. Sie wird zweimal um den Hals gelegt und vorne zu einer losen Schlinge gewunden. Beide Enden werden unter dem Hosenträger durchgezogen und in die Achselöffnung des Leibls gesteckt.

Wolle-Hemat

Das Wolle-Hemat ist aus dunkelbraunem Loden angefertigt. Der Rumpfoberteil hat drei Schnitte. Die Schöße bestehen aus vier Teilen, die am Rumpfstück festgenäht sind und frei herabhängen. Die Ärmel reichen bis zu den Handgelenken, wo sie fünf Zentimeter lang geschlitzt sind. Das Hemat ist kragenlos, aber der Halsausschnitt ist stark abgenäht. Kennzeichend sind vorne an beiden Seiten die handbreiten zinnoberroten Aufschläge. Derselbe verläuft in einer schwungvollen Linie vom Halsausschnitt bis zu den Schößen hinab. Der Rumpfteil dieses Rockes ist innen mit einem leichten roten Wollentuch gefüttert, und links und rechts sind in dieser Fütterung breite, aber nicht sehr tiefe Taschen. Das Hemat hat vorne keine Verschließmöglichkeit, sodass die Brust nicht davon bedeckt wird. Das Hemat gehört zur Tracht und muss bei Hochzeit, Taufe, Erstkommunion, Firmung, Beerdigung, Himmeltragen und ähnlichen Ehrendiensten immer getragen werden. Im Sommer, von Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam bis zum Rosenkranzsonntag, ist es aber nach alter Überlieferung üblich, das Wolle-Hemat nicht zu tragen, sondern nur in "Hemdärmeln" zu gehen. Diese Zeitgrenzen sind heute weiter ausgedehnt. Schützenformationen tragen das Wolle-Hemat hingegen immer.

Heber

Der Hosenträger ist in V-Form aus moosgrünen Borten gefertigt und besteht aus zwei über die Schulter laufenden Längsstreifen, die vorn und hinten durch kurze Sättel verbunden sind. Außerdem ist vorne ein spitziges Stoffdreieck als Mittelstück eingesetzt, das mit einem an der vorderen Hosenmitte fest gemachten Band verhängt wird, während vorn und hinten an der Hose je zwei Messinghaften das einfache Festhaken der Längsstreifen des Hosenträgers ermöglichen. Die reichlich bemusterten grünen Tuchstreifen des „Hosenhebers“ sind mit starkem Leinen gefüttert und haben eine Breite von sechs bis acht Zentimetern, dabei sind die Öffnungen, die zum Einhängen an den Hosenhaften gehören, mit Irchleder verstärkt.

Leibl

Das Leibl besteht aus feinem Lodenstoff und langt verhältnismäßig tief an den Körper herab, weil Hose und Hosenheber darüber hinaufgezogen wird. Auch der Halsausschnitt ist hoch geschlossen und vorn herunter sind eine Reihe Knöpfe von mannigfacher Art. Sie sind nicht größer als einen Zentimeter im Durchmesser. Es gibt Knöpfe in Messing zierlich gestanzt und in Messingblech gefasste Glasknöpfe, die auf rotem oder grünem Grund Edelweißblumen zeigen.

Pfoat

Das Trachtenhemd, die Pfoat, ist aus weißem Leinen und sehr weit geschnitten, sodass es eine große Bewegungsfreiheit bietet. Besonders die Ärmel sind weit und bauschig und an den Achseln und am Handgelenk sehr stark gefältelt (eingekreppt). Auch der Halsausschnitt ist gefältelt und mit einem zwei Zentimeter breiten Band eingefasst. Je ein kleines Messinghaftel verschließt beide Ärmel und den Halsbund. Der umlegbare Kragen ist mit Kreuzelstich an Rand und Ecken verziert. Diese traditionelle, leinende Pfoat darf nicht durch ein modernes, stilfreies Hemd ersetzt werden.

Bind

Der reichlich bestickte Ledergurt, kurz Bind genannt, ist ein Schmuckstück der "kurzen" Männertracht. Die Bind bedeckt den obersten Teil der Hose und einen Teil des Leibls. Sie besteht aus starkem braunen oder schwarzen Leder, ist 15 bis 18 Zentimeter breit und mit einer schön getriebenen Messingschnalle versehen. Das kleinere Ende der Bind hat eine Reihe kleiner Löcher, in denen je nach Bedarf die Schließe festgemacht werden kann. Die Oberfläche der Bind ist mit Stickerei geziert, wobei die verschiedensten Muster in Anwendung kommen, wie Blumen, Lebensbaum, Löwen, Adler, Jahrzahlen, Namen u. andere. Zu erwähnen ist, dass der Burggräfler zum Unterschied vom Passeirer die Bind so anhat, dass die Schnalle (Schließen) rückwärts zu sitzen kommt. Hinterm Gurt steckt ein rotgemustertes Schneuztuch.

 

Es gibt viele verschiedene Modelle von Gurten, die im Burggrafenamt getragen werden.

  • Gurten mit Stickereien aus Pergament (Der zirmene Gurt oder auch Zirmranzen)
  • Gurten mit Stickereien aus Pergament und Federkiel
  • Gurten mit Stickereien aus Federkiel 

 

Zirmgurt:

Ab 1780 begann man, Gürtel mit schmalen, färbigen Lederbändern, zu besticken. Der Fachausdruck für diese Lederstreifen war Zirm. Die Streifen waren immer in Farbe und Schlussteile beinhalteten fast immer ein Motiv mit Zacken die fast wie Bäume aussehen. Deshalb spricht man vom "Zirmgurt", diese waren die Vorfahren der heutigen Federkielbind

 

Federkielgurt:

Ab 1795 wurden diese Mannsgurt teils mit Lederbändern, teils mit Federkiel bestickt. Ca. ab 1830-1840 wurden diese ausschließlich mit Federkiel bestickt und die Zirmgurt wurden vom Federkiel abgelöst.

 

 

Hose

Die kurze Hose aus schwarzem Loder hat ihre Form seit alters her kaum verändert. An den Beinen liegt die Hose eher etwas eng an, obwohl die Knieteile „schlottern“ sollen. Die Vorderseite der Hosenschlotter langen etwas weiter herab, dass die bloßen Knie verdeckt sind, wenn ihr Träger aufrecht steht. Vorn an der Hose sind zwei Säcke (Taschen), die mit je einem Knopf verschlossen werden, und an den Außenseiten öffnen sich in gut Handbreit die Schlitze der so genannten Schlitzsäcke zur Aufnahme eines Messers oder anderen Besteckes. An beiden Außenseiten der Hosenschlottern führen dünne rote Schnüre von den Enden herauf bis zum Hosenbund. An der Innenseite des Knieteils ist ein sechs Zentimeter langer Schlitz, der am unteren Ende mit einem irchenen Band verbunden ist.

Stutzen

Die Stümpfe sind in der Regel aus weißer Schafwolle gestrickt. Für die Sommermonate hat man auch Baumwollstrümpfe mit schöner Musterung an der Außenseite der Waden. Handgestrickte Stümpfe nach alten Mustern sind zu empfehlen. Die blaue Seidenstrümpfe sind zu besonderen feierlichen Anlässen üblich z.B. beim Himmeltragen oder Prozessionen.

Strumpfbänder

Die Strümpfe werden mit einem Strumpfband unterhalb dem Knie festgebunden, dass ober dem Band noch ein Rand von zirka einem Zentimeter bleibt. Der dient einem besseren Halt. Die Strumpfbänder sind aus gewirkter Seide und von violett-bräunlicher Farbe. Das zwei Zentimeter breite Band ist so lang, dass es dreimal um Strumpf und Bein gewickelt werden kann. Der „Schloass“ (die Schleife) des umgewickelten Strumpfbandes wird an der Außenseite des Beines gemacht.

Schuach

Zum "Kurzbäurischen" gehören Halbschuhe. Seit gut hundert Jahren ist ein anderer Schuh in Gebrauch gekommen, dessen Sohle einen ziemlich hohen, nach unten hin schmäler verlaufenden Absatz hat. Der Ausschnitt des Schuhoberteils reicht nur am Knöchel tief herab, sodass er ihn völlig frei lässt. Dieser Ausschnitt des Schuhoberteils und der offene Schlitz, der bis zum Rist hinausreicht, ist mit einem schwarzen Samtband berandet. Zum Zubinden dienen schwarze Schuhbänder, die etwas über Normallänge haben, weil die Öffnungen hierfür eng nebeneinander sind. Rückwärts an der Ferse ist je eine Blumenverzierung in Federkielstickerei angebracht.

Die alte Schuhform hat eine verhältnismäßig dünne Sohle mit kaum merklichem Absatz. Das kalbslederne Oberteil ist vom oberen Fersenansatz bis gegen den Rist hinaus sehr tief ausgeschnitten. Der etwas bogenförmig verlaufende Zuschnitt ist mit rot gefärbtem Irchleder eingefasst, ebenso die Naht an den Fersen und die Schuhlappen, Lasch genannt. Diese und das Oberteil sind mit Zwirn- oder Federkielstickerei verziert. Das an zwei Löchern befestigte Schuhband gilt nur als Verzierung, man schlüpft mit Hilfe eines Schuhlöffels in den Schuh, ohne ihn zu öffnen. Dieses Band ist von gleicher Art und Farbe wie das Strumpfband, es sitzt vorn am Rist in Form einer Schleife.

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Das Langbäurische

Huat

Der Burggräflerhut aus schwarzem langen Filz oder sogenannten Hasenhaar ist Teil der Tracht und muss daher auch stets getragen werden. Der „Langbäurische Hut“, ist seit ungefähr 1860 gebräuchlich und wird aus schwarzem, vereinzelt auch aus dunkelgrünem Filz hergestellt. Als Standesunterschied haben ledige Männer rote Schnüre, verheiratete hingegen grüne Schnüre am Hut. Verheiratete Männer sollten spätestens nach dem ersten Ehejahr oder bis zur ersten Kindestaufe die Schnüre wechseln. Musikkapellen und Schützenformationen, welche diesen Hut tragen, haben einheitlich rote Schnüre als Hutschmuck.

Huatschmuck

Bei Aufmärschen erfolgt nach alter Tradition folgender Hutschmuck:

  • Begräbnissen: Tannenreisig
  • Ehrenkompanien und Prozessionen: Eichenlaub
  • verschiedenen anderen Anlässen: Nelken, "Brennetliab" oder "Ewigkeitl" die mit etwas Grünem hinten an den Hut gestickt werden.
  • Schützen schmücken ihre Hüte zudem mit Spielhahn- und weißer Hahnenfeder

Als vor langer Zeit das Volk von Tirol sich seine Freiheit wünschte und nach jahrhundertelanger Vorbereitung und hartem Kampf diese auch durchsetzte, nahm man den Adler als ungekrönten Herrscher der Lüfte und der Freiheit als Vorbild. Die Adlerfeder auf dem Hut symbolisiert besonderen Mut und Draufgängertum. Heute werden beinahe ausnahmslos nur noch Hahnenfedern verwendet.

Grundsätzlich sei jedoch angeführt, dass es keine Einheitlichkeit gibt, denn fast jede Kompanie hat ihre bestimmten Eigenheiten.

Wolle-Hemat

Das Wolle-Hemat ist aus dunkelbraunem Loden angefertigt. Der Rumpfoberteil hat drei Schnitte. Die Schöße bestehen aus vier Teilen, die am Rumpfstück festgenäht sind und frei herabhängen. Die Ärmel reichen bis zu den Handgelenken, wo sie fünf Zentimeter lang geschlitzt sind. Das Hemat ist kragenlos, aber der Halsausschnitt ist stark abgenäht. Kennzeichend sind vorne an beiden Seiten die handbreiten zinnoberroten Aufschläge. Derselbe verläuft in einer schwungvollen Linie vom Halsausschnitt bis zu den Schößen hinab. Der Rumpfteil dieses Rockes ist innen mit einem leichten roten Wollentuch gefüttert, und links und rechts sind in dieser Fütterung breite, aber nicht sehr tiefe Taschen. Das Hemat hat vorne keine Verschließmöglichkeit, sodass die Brust nicht davon bedeckt wird. Das Hemat gehört zur Tracht und muss bei Hochzeit, Taufe, Erstkommunion, Firmung, Beerdigung, Himmeltragen und ähnlichen Ehrendiensten immer getragen werden. Im Sommer, von Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam bis zum Rosenkranzsonntag, ist es aber nach alter Überlieferung üblich, das Wolle-Hemat nicht zu tragen, sondern nur in "Hemdärmeln" zu gehen. Diese Zeitgrenzen sind heute weiter ausgedehnt. Schützenformationen tragen das Wolle-Hemat hingegen immer.

Kravatte

Nach örtlich unterschiedlicher Tradition wird heute zum "Langbäurischen" zwischen Hosenträger und Leibl häufig eine besticke farbige Krawatte aus Seide getragen. Im Trauerfalle ist die Krawatte von schwarzer Farbe.

Heber

Der Hosenträger ist in V-Form aus moosgrünen Borten gefertigt und besteht aus zwei über die Schulter laufenden Längsstreifen, die vorn und hinten durch kurze Sättel verbunden sind. Außerdem ist vorne ein spitziges Stoffdreieck als Mittelstück eingesetzt, das mit einem an der vorderen Hosenmitte fest gemachten Band verhängt wird, während vorn und hinten an der Hose je zwei Messinghaften das einfache Festhaken der Längsstreifen des Hosenträgers ermöglichen. Die reichlich bemusterten grünen Tuchstreifen des „Hosenhebers“ sind mit starkem Leinen gefüttert und haben eine Breite von sechs bis acht Zentimetern, dabei sind die Öffnungen, die zum Einhängen an den Hosenhaften gehören, mit Irchleder verstärkt.

Leibl

Das schwarz-samtene Leibl das mit der langen Hose getragen wird, ist mit kleinen, bunten Blumenfiguren gemustert und wird vorne mit einer Reihe von Glasknöpfen, die in Messingblech gefasst sind, zugemacht. Der Halsausschnitt ist hoch geschlossen. Das Leibl reicht verhältnismäßig tief an dem Körper herab, weil die Hose mit dem Hosenträger darüber angezogen wird.

Pfoat

Das Trachtenhemd, die Pfoat, ist aus weißem Leinen und sehr weit geschnitten, sodass es eine große Bewegungsfreiheit bietet. Besonders die Ärmel sind weit und bauschig und an den Achseln und am Handgelenk sehr stark gefältelt (eingekreppt). Auch der Halsausschnitt ist gefältelt und mit einem zwei Zentimeter breiten Band eingefasst. Je ein kleines Messinghaftel verschließt beide Ärmel und den Halsbund. Der umlegbare Kragen ist mit Kreuzelstich an Rand und Ecken verziert. Diese traditionelle, leinende Pfoat darf nicht durch ein modernes, stilfreies Hemd ersetzt werden.

Hose

Die lange Hose hat statt der üblichen Hosentür eine "Hosenluck", die in der Mitte sowie links und rechts am Bund zugeknöpft wird. Winterhosen sind mit Loden, Sommerhosen mit Leinentuch unterfüttert.

Socken

Zum Langbäurischen sollte man auf jeden Fall dunkle Socken tragen. 

Schuach

Zum "Langbäurischen" sollte man schwarze hohe Schnurschuhe tragen. Es können aber auch einfache schwarze Schuhe ohne besondere modische Eigenheiten getragen werden.

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Sonstiges

Langjährigkeitsmedaillen SSB

Auszeichnungen, die Schützen vom Land Tirol, vom Südtiroler Schützenbund, vom Bund der Tiroler Schützenkompanien, vom Welschtiroler Schützenbund oder vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien erhalten, sind nicht genehmigungspflichtig. Ebenso verhält es sich mit Auszeichnungen der Republik Österreich, Auszeichnungen der Bundesrepublik Deutschland und Auszeichnungen, welche die jeweiligen Schützen im Rahmen eines militärischen Einsatzes erhalten haben. Kriegsauszeichnungen aus dem Zweiten Weltkrieg dürfen nur in der entnazifizierten Form getragen werden. Nicht genehmigungspflichtig sind auch das Österreichische und Deutsche Sportbundabzeichen sowie Auszeichnungen des Schwarzen Kreuzes bzw. der jeweiligen offiziellen Kriegsgräberfürsorgestellen der Staaten.

Bei Langjährigkeits- und Verdienstmedaillen darf immer nur der metallhöhere Orden selbiger Organisation und Kategorie getragen werden. Das Tragen aller anderen Auszeichnungen muss von der Bundesleitung genehmigt werden.

 

Peter Sigmair Medaille für 15 jährige Mitgliedschaft

Peter Mayr Medaille für 25 jährige Mitgliedschaft

Andreas-Hofer Langjährigkeitsmedaille für 40 Jahr Mitgliedschaft

 

Empfehlung für das Tragen und Anordnung von Verd.Medaillen und Abzeichen am Schützenrock

  • Auf der linken Seite des Schützenrockes.
  • Saubere Anordnung der Verdienstmedaillen - waagrecht in einer Reihe
  • Mehrere Medaillen mit Dreiecksband mit Messingschiene am Schützenrock auf der linken Brusthöhe befestigen.
  • Die Höchste Auszeichnung/Medaille von vorne gesehen
  • Die weiteren Dreiecksbänder maximal bis zur Mitte der Medaille überlappen
  • Bei mehreren Langj. -bzw. Verdienstmedaillen soll nur die ranghöchste Auszeichnung getragen werden.
  • Ein Schießleistungsabzeichen kann getragen werden.
  • Am Tag der Veranstaltung kann das betreffende Festabzeichen getragen werden. Alle anderen Abzeichen jeder Art sind auf Schützentrachten unzulässig

 

 

Verdienstmedaillen SSB

Träger der Verdienstmedaillen in Gold, Silber und Bronze können nur aktive Mitglieder und Ehrenmitglieder der Südtiroler Schützenkompanien und Kapellen sein, die sich um das Tiroler Schützenwesen, die Tiroler Landeseinheit und um die Ziele des Südtiroler Schützenbundes verdient gemacht haben. In Ausnahmefällen können oben genannte Auszeichnungen auch an Mitglieder der anderen in der Alpenregion zusammengefassten Bünde verliehen werden.

Mit der Verdienstmedaille in Gold, Silber und Bronze können weiters nur jene aktiven Mitglieder und Ehrenmitglieder ausgezeichnet werden, die mindestens eine Mitgliedschaft von 10 Jahren in den Reihen des Südtiroler Schützenbundes aufweisen können. 

Zwischen der Vergabe von einer Verdienstmedaille auf die ranghöhere müssen mindestens 5 Jahre vergehen.  

Goldene Verdienstmedaille

Die Vergabe der Goldenen Verdienstmedaille setzt eine mindestens 9-jährige Tätigkeit in der Bundesleitung voraus.

 

 

Maximiliankreuz

Das Maximiliankreuz dient zur Auszeichnung von Schützen und Persönlichkeiten, die sich um die Zusammenarbeit der in der Alpenregion der Schützen vereinigten Schützenbünde und Länder in hervorragendem Maße verdient gemacht haben.

Die Überreichung von Insignie und Urkunde hat in feierlicher Weise durch den Landeskommandanten oder einem von im bestellten Vertreter nach Möglichkeit bei einer größeren Schützenveranstaltung zu erfolgen.

Verdienstmedaille des Landes Tirol

Die Verdienstmedaille des Landes Tirol, eine bronzevergoldete runde Medaille, hat auf der Vorderseite den Tiroler Adler und auf der Rückseite die Inschrift „Für Verdienste um das Land Tirol“ zu zeigen. Sie ist ferner so zu gestalten, dass sie an einem weiß-roten Dreiecksband, dass durch ein mit Ähren und Weinlaub verziertes Zwischenstück mit der Medaille verbunden wird. Sie ist auf der linken Brustseite zu tragen (bei der Verdienstmedaille gibt es keine Miniatur).

Es dürfen jährlich 192 Verdienstmedaillen (144 Nordtirol, 48 Südtirol) neu vergeben werden. Eine Limitierung der "Lebenden" Träger ist nicht vorgesehen.

Verdienstkreuz des Landes Tirol

Im Laufe der Zeit sind immer mehr Anträge um Verleihung des Ehrenzeichens eingegangen, weshalb mit Gesetz vom 25. November 1964 die neuen Stufen Verdienstkreuz und Verdienstmedaille eingeführt wurden.

Das Verdienstkreuz stellt sich als plastisch gearbeitetes, silbernes lateinisches Kreuz dar, auf dem in kleiner Form das Motiv des Ehrenzeichens liegt. Es ist 60 mm hoch und 50 mm breit und wird als Steckdekoration auf der linken Brustseite getragen.

48 Verdienstkreuze (36 Nordtirol, 12 Südtirol) inklusive Miniaturen, dürfen jährlich vergeben werden und haben - wie das Ehrenzeichen - eine laufende Nummer eingraviert.

Ehrenzeichen des Landes Tirol

Mit Gesetz vom 30. November 1955 beschloss der Tiroler Landtag die Schaffung eines Ehrenzeichens des Landes Tirol für hervorragendes öffentliches und privates Wirken zum Wohle des Landes Tirol. Die Verleihung obliegt der Tiroler Landesregierung. Der Präsident des Tiroler Landtages und der Landeshauptmann sind mit dem Tage ihrer Wahl für Lebensdauer Inhaber des Ehrenzeichens. Das Ehrenzeichen besteht aus einem ca. 50 mm hohen und 40 mm breiten durchbrochenen im Relief gearbeiteten silbervergoldeten Tiroler Adler, der von einem ovalen patinierten Silberstreifen umgeben wird. Über dem Haupt des Adlers sind auf einer ebenfalls in patiniertem Silber gearbeiteten Bandschleife in plastischer Schrift die Worte „Aquila Tirolis Dignitate Honesto“ angebracht. Das Ehrenzeichen hängt an einer mit Ähren und Weinlaub verzierten vergoldeten Agraffe und wird an einer silbervergoldeten Kette aus abwechselnd runden und ovalen Gliedern (Nord- Südtirol) um den Hals getragen.

Der Künstler maß der Gestaltung der Kette eine besondere Bedeutung bei. Er dachte an die Schützenkette, besonders aber an die Ehrenkette die dem Oberkommandanten von Tirol Andreas Hofer anno 1809 vom Kaiser verliehen und vom Abt des Stiftes Wilten im Auftrag des Kaisers überreicht wurde.

In jedes Ehrenzeichen ist eine fortlaufende Nummer eingraviert. Das Ehrenzeichen verbleibt im Eigentum des Beliehenen und dessen Erben, darf jedoch vor dem Tode des Ausgezeichneten nicht veräußert werden. Eine Trageberechtigung besteht ausschließlich für den Ausgezeichneten. Bei Verlust des Ehrenzeichens kann bei der Tiroler Landesregierung gegen Ersatz der Kosten eine Zweitausfertigung angefordert werden. Mit dem Ehrenzeichen wird eine Urkunde ausgehändigt, von der die Tiroler Landesregierung, Abteilung Repräsentationswesen, eine einfache Zweitschrift aufbewahrt und die Liste der verliehenen Ehrenzeichen mit fortlaufenden Nummern führt. Jährlich werden 12 Ehrenzeichen, nach Möglichkeit am 20. Februar des jeweiligen Jahres, verliehen. Eine Limitierung der "Lebenden" Ehrenzeichenträger besteht nicht mehr. Das Ehrenzeichen hat Goldschmied Sepp Kölblinger, Innsbruck, entworfen und ausgeführt.

 

 

Kompaniechargen

Die Adler werden von allen Offizieren verpflichtend und auf der rechten Seite des Trachtenrockes getragen. Offiziersanwärter und Unteroffiziere tragen keinen Adler. Das Tragen der Sterne ist freigestellt.

 

Die Hauptversammlung der Kompanie bestimmt, ob die Kommandantschaft Sterne trägt. Offiziere, Offiziersanwärter und Unteroffiziere tragen weiße Handschuhe.

 

Ehrenoffiziere:

Die Ehrenoffiziere tragen nur die für sie geschaffenen Ehrendistinktionen mit Lorbeerkranz, ohne Sterne.

 

 

Bezirkschargen

Die Adler werden von allen Offizieren verpflichtend und auf der rechten Seite des Trachtenrockes getragen. Offiziersanwärter und Unteroffiziere tragen keinen Adler. Das Tragen der Sterne, Winkel oder Streifen ist freigestellt.

 

Die Hauptversammlung der Kompanie bestimmt, ob Majore und Offizieren die Chargen tragen. Offiziere, Offiziersanwärter und Unteroffiziere tragen weiße Handschuhe.

 

Ehrenoffiziere:

Die Ehrenoffiziere tragen nur die für sie geschaffenen Ehrendistinktionen mit Lorbeerkranz, ohne Sterne, Streifen oder Spiegel.

 

 

Bundeschargen

Die Adler werden von allen Majoren verpflichtend und auf der rechten Seite des Trachtenrockes getragen. Das Tragen der Spiegels ist freigestellt.

 

Die Hauptversammlung der Kompanie bestimmt, ob die Majore den Spiegel tragen. Offiziere, Offiziersanwärter und Unteroffiziere tragen weiße Handschuhe.

 

Ehrenoffiziere:

Die Ehrenmajore tragen nur die für sie geschaffenen Ehrendistinktionen mit Lorbeerkranz, ohne Sterne, Streifen oder Spiegel.

 

 

Schützenschnur

Die Schützenschnur darf nur zur Tracht, einheitlich an der linken Brustseite getragen werden.

Die Schützenschnur ist jährlich auf eine einmalige 15er-Serie beschränkt und darf nur von aktiven Marketenderinnen und Schützen geschossen werden, die das 16. Lebensjahr erreicht haben. Sie ist bei Aushändigung vom Schützen sofort zu bezahlen.

Für den Erwerb der Schützenschnur ist das Schießergebnis aus einer der drei 5er oder der 15er-Serie zu werten (siehe Tabelle unten). Die Schützenschnurserie ist unter Aufsicht – ausschließlich in Tracht und mit KK – zu schießen und darf nicht unterbrochen werden.

Anbringung:

Die große Schlaufe Ein Einem Knopf (bei Grüner und Silber-Silberknopf, bei Gold – Goldknopf). Auf der linken Schulter befestigen, Langes Ende der Schnur Auf ungefähr halber Höhe Auf der Innenseite des Schützenrockes befestigen.

Die Schützenschnur ist in drei Leistungsstufen geteilt

  • Schützenschnur Gold
  • Schützenschnur Silber
  • Schützenschnur Grün

Mit dem Erwerb der nächst höheren Stufe, darf natürlich nur diese, höchste Stufe getragen werden. Hat der Schütze das Leistungszeichen in Gold erreicht, wird „nur“ noch die goldene Schützenschnur getragen, jedoch wird bei mehrfachem Erreichen (mindestens drei Mal) ein goldenes Eichenlaub aufgesteckt.


Ringzahlen für die Schützenschnur

GrünSilberGold
Serie5er15er5er15er5er15er
Jungschützen stehend frei2260288034100
Schützen stehend frei2870339038110
Vereranen liegend/stehend aufgelegt 381084112044130
GrünSilberGold
Serie5er15er5er15er5er15er
Jungschützen liegend frei361053911542125
Schützen liegend frei381104112044129
Vereranen liegend/stehend aufgelegt381084112044130

Portepee und weiße Handschuhe

 

Zu den Besonderheiten der Offiziersuniform zählten das goldene Portepee am Säbel, die schwarz-gelbe Feldbinde und weiße Handschuhe.

Offiziere und Oberjäger tragen Säbel mit Portepee und darauf eingestickten einen roten Tiroler Adler. Unteroffiziere (Fährich oder Unterjäger) tragen den Säbel ohne Portepee. 

 

 

Taschenuhr

Passender als Armbanduhren sind Taschenuhren, die ins Leibtaschl gesteckt werden. Die Uhrenkette läuft über das Leibl und wird im Knopflock eingehängt.

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